Sehstörung am Linsenkern

Hunde sollten immer auch auf HC getestet werden. Ergebnis sollte immer Genotyp N/N (homozygot gesund) HC ist eine Sehstörung am Linsenkern. Ein Hund der mit Genotyp HC/HC getestet ist wird die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weitergeben. Alle Träger des HC sollten aus der Zucht ausgeschlossen werden. Ein Hund mit Genotyp N/HC ist auch ein Träger mit dem nicht gezüchtet werden sollte, da ein sehr hohes Risiko besteht zur Weitergabe an die Welpen.

 

PRA "Progressive Retina Atrophie"

PRA ist eine fortschreitende Sehverschlechterung, die im Endstadium immer zur Erblindung führt, diese kommt aber nur sehr selten bei Hunden vor.

 

HD - Hüftgelenksdysplasie

HD ist eine Erkrankung des Bewegungsapparates. Es ist eine genetisch, wird  also vererbt, bedingte Fehlbildung eines oder beider Hüftgelenke. Hier passen der Oberschenkelkopf und die Hüftpfanne nicht richtig zueinander. Besonders häufig betroffen sind Deutschen Schäferhund, Rottweiler, Labrador und Golden Retriever. Um eine HD auszuschließen sollte man schon in jungen Jahren die Hüften Röntgen lassen.

 

Australian Shepherds und Epilepsie

Unter Epilepsie versteht man ein so genanntes Anfallsleiden. Diese Anfälle äußern sich in unkontrollierten Muskelkrämpfen mit und auch ohne Bewusstseinseinschränkungen. Australian Shepherds, alle anderen australische Hirtenhunde haben eine gewisse Neigung zu Anfällen und Epilepsie. Krampfanfälle können durch verschiedene medizinische oder externe Faktoren verursacht werden, wie z. B. Hirntumor, Hypoglykämie, schlecht kontrollierter Hundediabetes, schwere Dehydrierung, Überhitzung oder Stress. Die Ursache liegt in einer erhöhten Erregbarkeit des zentralen Nervensystems, was dann dazu führt, dass die Krampfschwelle herabgesetzt wird. Dadurch werden diese motorischen Überreaktionen erst möglich. Wenn Ihr Hund wiederkehrende Anfälle mit keiner dieser offensichtlichen Ursachen hat, ist es wahrscheinlich, dass Ihr Tierarzt Epilepsie diagnostiziert. Australische Hirtenhund können erbliche Epilepsie erleben, die in Familien verläuft. Wenn ein Elternteil epileptisch war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Welpen auch an Epilepsie leiden könnten sehr viel größer.

Australian Shepherd benötigen sehr viel auslauf und sollten immer beschäftigt werden. Sind die nicht süß, wie alle Welpen, doch die Anschaffung eines Hundes sollte wohl überlegt sein.

Eine lebenslange Medikation ist in der Regel notwendig, um die Kontrolle der Anfälle zu erhalten. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind erforderlich, um die Nebenwirkungen und die Wirksamkeit zu überwachen. Wenn Ihr Hund einen Anfall hat: Vermeiden das er sich verletzt, aber versuchen Sie nicht, ihm in das Maul zu greifen dies könnte zu Folge haben, dass Sie gebissen werden. Bleiben Sie immer ruhig, denn Ihre Aufregung kann sich auf Ihren Hund übertragen. Notieren Sie die Länge und die Häufigkeit des Anfalls. In den meisten Fällen ist ein Tierarztbesuch unumgänglich.