Artikel von Frau Ulrike Seim

Expertin bei R+V Die Versicherung mit dem Plus Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.

 

Das Training mit dem Reitbegleithund

Das Training mit dem Reitbegleithund und dem Pferd

Beim Ausritt gibt es viele Stellen, wo der Hund an der Leine laufen sollte, da es dem Schutz der Wildtiere dient. Der Reitbegleithund kann an der Leine geführt werden, um ihn besser zu kontrollieren. Dies sollte natürlich der Hundebesitzer beachten, auch wenn dieser auf dem Pferd sitzt. Um den Hund an das Spazierengehen mit Pferd zu gewöhnen, ist ein ausgewogenes Training erforderlich. Dabei kann der Reiter den Reitplatz oder die Halle nutzen und entlang der Bande eine breite Gasse mit Cavallettis bauen. Zunächst geht der Reiter alleine mit dem Hund hindurch, wobei der Hund innen läuft und auf das Kommando „bei Fuß!“ trainiert wird. Dabei versteht der Reitbegleithund, auf welcher Seite und welcher Höhe er laufen soll. Danach wird das Gleiche mit dem Pferd geübt. Das Pferd wird rechts von dem Reiter geführt und der Hund links.


Der nächste Schritt wäre, dass der Reiter auf dem Pferd sitzt und der Hund links daneben an der Leine läuft. Dazu kann sich der Reiter noch einen Helfer holen, der den Hund vom Boden aus kontrollieren kann, falls der Reiter vom Pferd aus in seiner Regulierung eingeschränkt ist. Dennoch sollte der Reiter die Hauptbezugsperson sein.
Es ist sehr wichtig, dass der Hundebesitzer das Heranrufen auf dem Pferd übt, denn es gibt viele Hunde, die das Heranrufen am Boden sehr gut können, aber sobald der Besitzer auf dem Pferd sitzt, kommt der Hund nur zögerlich. Der Hund sollte dieses Kommando daher gut kennen, denn gerade bei dem Ausritt kommen sehr oft Situationen, wie Begegnungen mit fremden Menschen, anderen Hunden oder Wildtieren.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein ständiges Belohnen mit Leckerlies nach jeder geglückten Übung kontraproduktiv für den Lernvorgang ist. Möchten Sie Ihren Hund dennoch mit einem Leckerlie belohnen, achten Sie darauf, dass Sie Hund und Pferd niemals auf derselben Seite belohnen, um so Futterneid zu vermeiden. Am besten gewöhnen Sie das Pferd an die Futtergabe rechts und den Hund links.

Weitere Infos über:
1. Reaktion bei brenzlichen Situationen
2. Schutz von Reiter, Pferd & Hund
3. Einige weitere Punkte, die es bei der Wahl der Versicherung

finden Sie unter: https://magazin.ehorses.de/reitbegleithund/

 

Welche Hunderassen eignen sich als Reitbegleithund

Es ist nicht wichtig, welche Hunderasse das Pferd begleitet, denn eigentlich ist es nur wichtig, dass der Hund gut ausgebildet ist/wird und auf den Besitzer hört. Dennoch sollte man darauf achten, dass man eine Rasse wählt, die bspw. gut bei langen Ausritten mithalten kann und lauffreudig ist. Es gibt natürlich Rassen, die sich gut als Begleithunde eignen, da sie sportlich sind und einen geringen Jagdtrieb besitzen. Dazu gehören Dalmatiner und Golden Retriever. Hunderassen wie Beagle und Jack Russel eignen sich auch, wenn der Jagdtrieb beim Hund nicht so ausgeprägt ist. Die Rassen Australian Shepherd, Australian Cattle Dog und Border Collie wären auch mögliche Begleiter, wenn diese noch als Hütehund ausgelastet sind oder noch andere Aufgaben neben der Reitbegleitung haben.

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Denn diese Rasse sollte noch anders ausgelastet sein, damit sie sich nicht auf das Hüten beim Ausritt konzentrieren. Lediglich bei sehr kleinen Hunderassen wie beispielsweise dem Chihuahua oder bei sehr großen Hunderassen wie Leonberger oder Deutsche Dogge könnte es zu Schwierigkeiten in Tempo und Handling kommen.
Generell gilt es also, Temperament, Gehorsam und auch den Gesundheitszustand des Hundes bei der Wahl zum Reitbegleithund zu beachten. Hinterfragen Sie sich selbst: Soll Ihr Hund lediglich Reitbegleithund und Haustier sein? Oder wollen Sie auch ohne Pferd mit ihm arbeiten? Reiten Sie gern lange Strecken oder lieber kurze, schnelle Runden? Je nachdem sind unterschiedliche Hunderassen für Sie geeignet.

Reitbegleithunde konzentrieren sich auf das Pferd und den Reiter und bleiben in dessen Nähe, egal in welcher Gangart und achten auch darauf, weit genug vorweg zu laufen. Wenn andere Tiere oder Menschen entgegenkommen, soll der Hund auf die Anweisung des Besitzers warten und direkt auf die Kommandos reagieren. Quelle: https://magazin.ehorses.de/reitbegleithund/

 

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